StartseiteChronikAb dem 19. Jahrhundert

Ittelhofen im 19. und 20. Jahrhundert

Die Weltkriege

Der 1. und 2. Weltkrieg forderte auch von Ittelhofen einen hohen Blutzoll. Die Totentafel des 1. Weltkrieges:

Georg Bayer, Franz Behringer, Josef Behringer, Johann Fuchs, Jakob Holland, Werner Schlierf, Andreas Waffler, Jakob Werner.

Heimkehrer - Die Rückkehrer vom Felde aus dem Jahre 1918/19


1. Reihe stehend (Von links nach rechts)

Michael Bogner (Meier), Josef Bierschneider (Hatzbauer), Götz (Goagabauer), Georg Vögerl (Moaster), Michael Schneider (Schaller), Josef Beer (Weberleindl), Wolf (Gurtl), Unbekannt, Josef Auer (Adlfinger), Alois Schlierf (Getzen, Sohn), Josef Vögerl (Galler), Martin Schwarzer (Schreiner)

2. Reihe stehend

Bogner Michael (Niggl), Stefan (Schaferschmid, Vater, halb verdeckt), Unbekannt, Josef Stefan (Schaferschmid, Sohn), Bogner Georg (Meier), Haberl, Kammerer, Unbekannt, Georg Stefan (Schaferschmid, Sohn), Unbekannt, Fuchs (Riadgirgl), Gschrey Georg (Scherer), Unbekannt, Michael Hummel ( halb verdeckt), Unbekannt, Stöckl (halb verdeckt), Unbekannt, Unbekannt (halb im Bild)

3. Reihe sitzend

Götz (Goagabauer), Michael Lindner (Sohn), Lindner (Vater), Schlierf Werner (Getzen, Vater), Hofbauer (Schwarzn), Josef Gschrey (Binder), Michael Waffler (Braumüller), Josef Aurbach (Wirt), Johann Gschrey (Scherer), Josef Werner (Ziegler), Unbekannt, Georg Götz (Kreisn), Werner (Ziegler)

4. Reihe sitzend (Chor)

Poppel (aus Thannbrunn), Michael Schleer (Untermüller), Maria Bierschneider (aus Riedhof), Franziska Igl, Wunna Schleer (Untermüller), Gschrey Walburga (Scherer), Sabina Schmaußer (aus Petersberg), Bierschneider (aus Riedhof), Jakob Götz, (aus Petersberg)



Die Totentafel des 2. Weltkrieges:



Franz Beringer, Josef Beringer, Albert Bogner, Michael Bogner, Nikolaus Bogner, Jakob Götz,Kaspar Götz, Josef Gschrey, Michael Gschrey, Albert Hummel, Josef Hummel, Klemens Käufl,Josef Preischl, Johann Schleer, Michael Schleer, Josef Schneider, Ludwig Schneider, Josef Schwarzer, Andreas Stephan, Ulrich Thumann, Georg Vögerl, Josef Vögerl.

Nicht zu vergessen das Leid der Angehörigen über den Verlust ihrer Kinder, Männer ,Mütter und Väter, sowie die Entbehrungen und Ängste die derartige Kriege für alle Betroffenen mit sich bringen.

Die Rückholung der Glocken

Ende des Jahres 1944 wurden auf Anordnung die Glocken von den Kirchtürmen in der Pfarrei Waldkirchen geholt, um sie für Kriegszwecke einzuschmelzen. Im März 1945 erhielt Mauerermeister Georg Vögerl aus Ittelhofen die Information, daß die Glocken auf dem Bahnhof in Beilngries gelagert wurden. Waffler Georg aus Ittelhofen und Alois Bierschneider aus Riedhof machten sich mit jeweils 2-3 Leuten aus den Ortschaften Ittelhofen, Waldkirchen, Freihausen und Simbach auf den Weg, um die Glocken wieder zurückzuholen. Gegen 18:00 Uhr fuhr man auf 3 Pferdegespannen und mehreren Fahrrädern nach Beilngries, dort luden sie auf dem Bahnhof die Glocken auf und beförderten sie bis gegen 02:00 Uhr des folgende Tages auf den Petersberg zurück. Um nicht doch für diese Zivilcourage belangt zu werden, versteckte man die Glocken bis zum Ende des Krieges in der Nähe der alten Wasserreserve. Nach dem Krieg erhielten so die Ortschaften ihre alten Glocken wieder zurück.

Wasser- und Stromversorgung

Bis zum Jahre 1928 förderte man das lebenswichtige Naß aus eigenen Brunnen, Zisternen oder aus dem durch Ittelhofen fließendem Bach. Aus dem Brunnen im Kugelplan pumpte beispielsweise die Familie Aurbach ihr Wasser mit einem Windrad an die Oberfläche. Ab 1928 versorgte ein Pumpwerk bei der Herrenmühle und ein Hochbehälter in Waldkirchen die Gemeinde Ittelhofen. 1972 schloß man sich zur Ittelhofener Wassergruppe zusammen. Seit 1989 wird Ittelhofen durch eine neu gebaute Ringleitung - jetzt als Mitglied der Berching-Ittelhofener Wassergruppe - mit Wasser beliefert.

Bereits vor dem 2. Weltkrieg hatten Teile von Ittelhofen eine eigene Stromversorgung. Seit 1926 erzeugte die Familie Schleer (Untermülller) über einen Dynamo, der vom Wasserrad angetrieben wurde, Strom. Um Stromschwankungen ausgleichen zu können, wurden 20 Glasbatterien mit je 4 Bleieinsätzen dem ‚Netz‘ vorgeschaltet . Spannungsstärke: 12 Volt. Beliefert wurden die Familien Schleer, Karl, Auerbach, Götz (Hnr. 19), Bierschneider, Schmidt und Werner, sowie das Benefiziatenhaus.

Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde Ittelhofen ans Stomnetz der OBAG angeschlossen. 1947 hatte es der damalige Bürgermeister Josef Schlierf endlich erreicht, daß Ittelhofen aus dem öffentlichen Stromnetz versorgt wurde. Etliche Fahrten einiger Ittelhofener nach Regensburg unter Mitnahme geräucherter Schinken förderten dieses Vorhaben enorm.

Der erste Schlepper

Schlepper - Jakob Aurbach auf seinen 1949 erstanden MTB Bauernfreund mit 15 PS. Bis 1960 war der erste Schlepper Ittelhofens im Einsatz.


Der letzte Ackergaul

letzter Ackergaul - Johann Schmalzl 1971 mit seinem Pferd, das als letzter Ackergaul in Ittelhofen noch bis 1975 in der Landwirtschaft eingesetzt wurde.